haben.  Es ist die Angst, dem Nichts nicht zu genügen.  Es gibt in diesem Sinne kein
Nichts.  Es ist eure Vorstellung des Nichts.  
Dann gibt es das Alles?  Das ist auch eure
Vorstellung.  Ihr benennt es so.  
Dann gibt es weder noch?  Es gibt es, ja, aber es sind nur
Ausdrucksformen.  
Es gibt nur diese eine Grösse, und die ist in dir und genauso wie ausserhalb dir.
 Dann
muss ich annehmen, dass ich dieser Grösse als Mensch nie genügen kann?
 Du musst
nicht genügen, du genügst, indem du Mensch bist.  Das ist deine Vorstellung, dem
Göttlichen zu genügen, indem du etwas hervorbringst, indem du etwas leistest.  
Es genügt zu sein, in der Liebe zu sein genügt.
 Ist das die stärkste Ausstrahlung?  Ja, und
die stärkste Form.  Nur der Ausdruck davon kann verschieden sein.
Aber es muss sich ausdrücken?  Es drückt sich in jedem Fall aus, ob du es willst oder
nicht.  Das Göttliche ist etwas, was sich nicht aushalten und aufhalten lässt.  Man muss
es leben, um es auszuhalten.


114.2  Devi:  Deine Erschöpfung

Passiert mir das noch, dass ich nicht dazu stehe?  In gewisser Weise, ja.  Aber nicht, dass
ich es verleugne wie damals?
 Nein, das nicht, aber du stehst nicht immer zu dir, indem
du nicht immer deine wahren Gedanken ausdrückst, sondern nur das was scheinbar
ist.  
Müsste ich ehrlicher sein?  Grosszügig im Denken, ja.  Es ist besser einmal nichts zu
sagen.  
Sage ich zu viel?  Nein, das ist nicht richtig ausgedrückt.  Du sagst nicht zu viel.  
Es ist vielleicht im Moment zu viel, weil es dir dann zu viel Kraft kostet, aber es ist
natürlich nicht zu viel.  Auch dieser Same liegt im Wind.  Aber es ist in diesem Sinne zu
viel, weil du dich vergibst, weil du die Liebe vergibst.  
Ist das der Grund meiner Müdigkeit?  Ja, die Erschöpfung resultiert dann, wenn man alles
gibt und nichts zurückerhält, wenn die Energie blockiert ist, wenn der Rückfluss nicht
gewährleistet ist.  
Wenn du die Liebe ausfliessen lässt ohne zu erwarten, dass sie zurückfliesst, dann
kommt sie von selbst zurück.  Aber wenn du erwartest, dass sie dir gegeben wird,
indem du sie gibst, dann bist du ausgebrannt, dann bist du ein Stück Kohle das sich
ausbrennt, das sich in der Transformation hergibt.


114.3  Counseling / Achtsamkeit und Sorgsamkeit

Counseling, wie mache ich das?  Das fühlst du, wenn du im Herzen bist, fühlst du es.  Du
musst nicht denken, was muss ich tun, du musst es fühlen.  
Dass ich das „Richtige“
sage?
 Sei kein Schwachkopf.  Du weisst was die göttliche Liebe ist, wenn du in ihr bist,
sagst du das „Richtige“.  Du zweifelst an dir, nicht an der göttlichen Liebe.  Aber wenn
du in der göttlichen Liebe bist, dann zweifelst du nicht und du solltest nicht zweifeln.

Jeder Mensch ist wertvoll, auch wenn er die göttliche Liebe nicht zum Ausdruck
bringt.  Wenn du ihn bewertest, dann vertrittst du das göttliche Blatt.
 Die ganze
Achtsamkeit ist jedem Menschen gegenüber verlangt?
 Ja, Achtsamkeit und Sorgsamkeit.  
Egal wie er ist als Mensch?  Ganz egal.  Jeder Mensch drückt das Göttliche in seiner
Weise aus, selbst wenn er ein verwahrloster Bettler ist, tut er es noch.  
Das ist die
Achtsamkeit jedem Menschen gegenüber.
 Ja.  Du weisst, dass Gott auch die verlorenen
Schafe liebt und er liebt auch dich.  Wenn du nicht im Bewusstsein davon bist, dann
zweifelst du und haderst.
Du kannst nichts falsch machen, wenn du bist was du bist.  Selbst wenn du was
Falsches sagst, ist es das Richtige gewesen.  
Ich möchte gerne sagen was Du sagst, nicht
das was die Menschen sagen.
 Du vergisst dabei, dass die Menschen auf dem Weg zum
Göttlichen sind, indem sie das Göttliche in sich so zum Ausdruck bringen wie sie es in
sich im Moment empfinden.
 Aber ich möchte gerne Deine Antwort darauf geben und
nicht irgendetwas das von mir kommt.
 Auch das was von dir kommt ist ein Teil des
Göttlichen in dir.
 Aber es gibt so viele Menschen, die, entschuldige bitte, „Mist“ erzählen
und das möchte ich nicht.
 Es kommt immer auf die Bewusstseinsebene darauf an.
In dieser Bewusstseinsebene, in der ein Mensch ist, der das erzählt was du als Mist
bezeichnest, ist das, was von dir als Mist bezeichnet wird, auch richtig.  Nur in deiner
Sichtweise und in deiner Seinsweise stimmt es nicht mehr.
Ich möchte gerne die Sichtweise von Dir haben.  Das ist nur in der höheren Meditation
möglich.  Es geht nicht darum, mehr zu meditieren, sondern mehr bei dir zu sein, mehr
achtsam zu sein, mehr in der Stille deines Seins zu sein.  Geh barfuss im Sand spazieren
und spüre die Wärme der Erde, das Rieseln des Sandes zwischen deinen Zehen, den
Tritt deines Fusses, dann bist du in der Liebe.  Sei achtsam mit dir, spüre deine
Schmerzen, spüre deine Unvollkommenheit, spüre deine Machtlosigkeit die du
empfindest, dann bist du göttlich.  Wenn du den Mut nicht aufbringst, kannst du das
Göttliche nicht zum Ausdruck bringen.


114.4  Devi:  Jeder Mensch ist göttlich und offenbart das Göttliche, nur...

Im Moment gilt es, die Kraft für dich zu behalten.  Im Moment gilt es, bei dir zu sein, in
dich hineinzuhorchen, deine Gefühlsbedingtheiten in deinen ozeanischen Wald
einzutauchen.  Du brauchst die Kraft für dich, die Kraft der Liebe ist in dir.  Nur hast du
sie nicht immer in dir, weil du nicht an sie glaubst.  Du glaubst, dass die Liebe des
Göttlichen sich nur dann offenbaren kann, wenn sie sich über das Gegenüber
ausdrückt.  Das ist nicht richtig.  
Also aus mir selbst heraus?  Ja, aus deinem Sein
offenbart sich das Göttliche, denn es ist in dir und du bist es.
Du bist es in jedem Fall, ob du im Bewusstsein davon bist oder nicht, aber du bist es.  
Jeder Mensch ist göttlich und offenbart das Göttliche, nur ist nicht jeder Mann, Frau
im Bewusstsein davon und kann es dann nicht im Bewusstsein des Göttlichen zum
Ausdruck bringen, aber göttlich ist er.  
Die Liebe, die dann zum Ausdruck kommt, ist manchmal eben nur scheinbar und nicht
wirklich, aber es ist eine Form der Liebe und die Liebe bringt immer die Form zum
Vorschein, die es ihr möglich macht, sich in der Form auszudrücken, wie es das
Bewusstsein des Menschen, der es erlebt, erfassen kann.
Du hast das Bewusstsein davon, aber du bist nicht im Bewusstsein.  Es geht darum,
dass du in die Liebe kommst zu dir selbst, weil du liebst dich nicht für das was du bist.  
Du liebst dich für das Göttliche in dir, aber du liebst dich nicht als Mensch, als
Ausdruck deines Daseins liebst du dich nicht, weil du meinst, im Göttlichen nicht
bestehen zu können, dem Göttlichen nicht den Ausdruck verleihen zu können, den es
für dich in deiner Vorstellung hat.  Sei also nicht müssig, aber sei auch nicht so streng
mit dir.
Es ist auch nicht so, dass du nichts tun sollst, aber, dass wenn du nichts tust, dass du
dann nicht meinst, unwürdig zu sein, sondern dass wenn du nichts tust, dass du dann
im Bewusstsein des Nichtstun bist und darin die Kraft siehst, die dir zufliesst, um zu
sein.  Und du verbrauchst deine Kraft, indem du meinst, nicht sein zu können, wenn du
nichts tust.
114.1  Devi:  Nichts / Alles / Es gibt nur diese Grösse
Die Schicksalsfügung eines Menschen wird nicht allein dadurch bestimmt, ob er den
Willen Gottes annimmt oder nicht.  
Die Schicksalsfügung eines Menschen hängt damit zusammen, was der Mensch an
inkarnatorischem Bewusstsein in sich trägt.  Alles was jetzt ist, ist auch morgen und
übermorgen, ist gewesen und wird sein.  Und je nach Bewusstseinsebene in der ein
Form zeigen.  Es ist immer der gleiche Berg, den er besteigen muss.  Aber er hat immer
die Möglichkeit, ihn von verschiedenen Seiten zu besteigen und immer ist es eine
andere Hilfe, die ihm zuteil wird oder es sind andere Hindernisse, die ihm im Weg
stehen.  Aber der Weg ist unumgänglich und das Schicksal nur das eine.  Nur die Form
des Schicksals, die kann er wählen, das Schicksal selbst nicht.


114.6  Devi:  Das Schicksal / Die Bestimmung / Die inkarnatorische Laufbahn /
Gott

Das Schicksal, das ist die Bestimmung, das ist die inkarnatorische Laufbahn, das ist das,
was der Mensch meint, was Gott ist.  Das ist das, was der Mensch als göttlich
wahrnimmt, diese Fügung, dieses Göttliche in ihm, das sich über ihn zum Ausdruck
bringt und ihn seinen Weg bestimmen lässt.  Aber welchen Weg er schlussendlich geht,
bestimmt nicht er, sondern Gott.
Aber das Göttliche in ihm findet den Weg, den Gott ihm bestimmt hat.  Der Mensch ist
nur frei, sich für das eine oder andere zu entscheiden, aber er ist nicht frei, den Weg zu
gehen, den er will.  Das ist ein Trugschluss.  Der Weg ist ihm bestimmt.
Das ist ganz wichtig, dieser Punkt und er gilt auch für dich.  Es ist einfach wichtig, dir
das zu vermitteln, damit du es weisst und damit du es den Menschen sagen kannst.


114.7  Devi:  Tod / Sorgfalt / Achtsam

Kann der Mensch nur die Form des Todes wählen, aber nicht den Zeitpunkt?  Ja, der
Zeitpunkt des Todes ist bestimmt.  
Es ist nur die Vorstellung des Menschen, das dann verhindern zu können.  Wenn es
verhindert wird, dann wird es gezeigt.  
Dann ist der Tod nicht zu diesem Zeitpunkt
bestimmt?
 Wenn du die Horoskope von Menschen vergleichst, die auf einem
Flugzeugabsturz gestorben sind, und andere, die es überlebt haben oder ein anderes
Flugzeug genommen haben, weil es verhindert wurde, dann siehst du genau warum.  
Es sind gewisse Kreuzpunkte, die darin erscheinen.
Siehst Du von Deiner Ebene aus, wann der Tod eintritt?  Ja.  Auch bei mir?  Ja.  Was Du mir
jeweils gesagt hast war nur das, was ich im Moment wissen musste, damit der nächste
Schritt passieren konnte?
 Das ist richtig, ja, und es gibt viele Tode zu durchleben.  Es
gibt nicht nur einen Tod.  Du weisst, dass es den Tod als solches nicht gibt.  Es ist nur
ein Übergang.  Du ziehst ja nur das irdische Kleid ab.  Und es ist nur die Angst, nichts
bewirkt zu haben auf der irdischen Ebene wenn du gehst, die Kreuzpunkte nicht
gefunden zu haben.
Es bessert sich langsam.  Ich weiss, dass es dir nicht gut geht, aber du bist nicht
liebevoll mit dir.  Einen Teil deines Unwohlseins fügst du dir selbst zu, indem du dich
selbst strafst dafür.  Der andere Teil ist das, was ich dir gesagt habe.  
Liebevoller sein würde heissen, sorgfältig zu sein?  In der Sorgfalt zu sein und sorgfältig
zu sein heisst, jeden Augenblick versuchen achtsam zu sein mit dem was du tust.  Du
kannst nicht jeden Augenblick achtsam sein.  Das ist eine Überforderung.  Kein Mensch
kann das, aber wenn du es bist, dann sei dir bewusst, dass du es bist und wenn du es
nicht bist, dann sei dir bewusst, dass du es nicht bist und damit bist du achtsam.


114.8  Devi:  In der Macht der Vorstellung / Die Liebe drückt sich in jeglicher
Form aus

Habe ich etwas verletzt mir gegenüber, war ich zu wenig achtsam?  Ja, du bist etwas
unsorgfältig, ja.  Du bist nicht unachtsam, das ist nicht richtig ausgedrückt, aber du bist
nicht in der Aufmerksamkeit, die dir gebührt.  Du hast in diesem Moment nicht das
Bewusstsein der Liebe oder du bist nicht im Bewusstsein der Liebe davon, in diesem
Moment.  Weil XXX hält dich gefangen.  Du bist Gefangener ihres Selbsts.
Es ist wie der Ofen der brennt.  Wenn der Ofen brennt, dann gibt er Wärme ab.  Fehlt
das Feuer, dann fehlt die Wärme.  Du bist der Ofen, sie die Wärme.  Sie weiss um dein
Bewusstsein, du um ihre Liebe.  Deshalb bist du Gefangener ihres Selbsts.  Ihre
Gedanken haben Macht über dein Sein.  Und weil du ihre Liebe brauchst, bist du in
ihrem Bann.  Das ist das Gefangensein.
Die Lösung wäre, dass ich diese Liebe für mich selbst aufbringe?  Nein, das ist nicht die
Lösung, das ist das Ziel.  Die Lösung ist, dass du versuchst ihre Liebe in dir
wahrzunehmen und sie nicht zu verurteilen für das was sie ist.
Du bist noch in der Macht der Vorstellung.  Du hast die Vorstellung, dass sich Liebe so
und so ausdrücken muss und, dass sie im Gewahrsein der Liebe sein muss, um in der
Liebe zu sein, die dir gebührt.  Das ist deine Vorstellung und in dieser Vorstellung
bleibst du Gefangener deines Selbsts.  Das ist dann die Gefahr, dich in deinem Selbst zu
verlieren.  Und wenn du dich im Selbst verlierst, bist du nicht mehr göttlich.  Das
heisst, natürlich bist du göttlich, aber du drückst das Göttliche als solches in dir nicht
aus.

Was ich wahrnehme ist, dass verschiedene Personen ein anderes Gefühl hinterlassen?  Das
sind verschiedene Bewusstseinsebenen.  Nimm einfach wahr, versuche nicht, verstehen
zu wollen.  Das Bewusstsein offenbart sich von selbst.
Du kannst die Erfahrung nicht machen, wenn du dich nicht darauf einlässt.  
Braucht es
denn die Wiederholung?
 Es ist endlos, die Erfahrung ist endlos.  Der Wasserfall bleibt
der Gleiche, nur die Qualität des Wasserfalls empfindest du als anders.
 Ist denn die
Wiederholung sinnvoll?
 Ja, weil es darum geht, dein Bewusstsein zu schulen.
Geht es darum, dass ich meine Vorstellungen weglasse.  Ja.  Du hast eine Vorstellung wie
die Liebe sein sollte.  
Nachher, Kundalini...  Das ist falsch, das ist grundfalsch.  Wie willst
du den Schlüssel zur Liebe finden, wenn du einen Schlüsselbund hast und kein Schloss
dazu.  
Die Liebe drückt sich in jeglicher Form aus, auch wenn sie nicht das ausdrückt was du
im Moment empfindest und wenn die Liebe im Moment Schwere und Schmerz
ausdrückt, dann ist das auch eine Form der Liebe, die in dir einen Abdruck hinterlässt,
damit das Göttliche sich auch darin offenbaren kann.  Du kannst die Liebe nicht
verstehen wenn du sie nicht erlebst.

Du wirst deinen Weg finden mein Sohn.  Siehe die Stolpersteine die auf dem Weg sind
und denke, dass ich sie gelegt habe, damit du das Göttliche erkennen kannst.  Mehr
kann ich dir dazu nicht sagen.  
Danke.  
Du weisst, dass wir dich lieben mein Sohn.  Halte daran fest und wisse, dass auch du
getragen bist in diesem göttlichen Bewusstsein, wenn du dich damit verbindest.  Wir
sind bei dir, immer.
 Danke.  Sei gegrüsst.
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